
Winter/Frühjahr 2005: DIREKTHILFE NACH DER FLUTKATASTROPHE
Nach der Katastrophe bildeten sich überall in Deutschland private Initiativen, um mit Spenden bzw. Spendengütern die Bevölkerung auf den Malediven zu unterstützen. Aus einer dieser Initiativen ging der Verein Malediven-Hilfe e.V. hervor. Die vom Verein durch Spendenaufrufe und eigene Spenden gesammelten Hilfsgüter (insgesamt ca. 150 Tonnen !) umfassten Bekleidung, Decken und Bettwäsche, Arzneimittel und Drogerieartikel, Spielzeug, Generatoren, Solarkocher sowie Lebensmittel und Trinkwasser. Der erste dringend notwendige Bedarf wurde von einer bekannten Frachtfluggesellschaft kostenfrei von Frankfurt nach Malè (der Hauptstadt) geflogen. Einige Wochen später folgten die restlichen Güter in vier Großcontainern. Der Verein übernahm hier die kompletten Transportkosten in Höhe von ca. 15.000 EUR. Darüber hinaus wurde Bargeld in Höhe von 10.000 EUR für die Soforthilfe gespendet.
UNTERSTÜTZUNG DES "NATIONAL RECOVERY & RECONSTRUCTION PLAN"
Im Frühjahr 2005 unterstützte der Verein den "National Recovery & Reconstruction Plan" der Malediven mit 3871 USD. Dieser Plan für den Wiederaufbau nach der Tsunamikatastrophe wird von der WHO (World Health Organisation) initiiert und finanziert, wobei die Gelder hauptsächlich für Projekte im Bereich der Gesundheitsversorgung eingesetzt werden. Mit unserer Spende wurde ein Gesundheitsprojekt auf der Insel N. Kudafari finanziert. Eine weitere Unterstützung des "National Recovery & Reconstruction Plans" ist auch in Zukunft geplant.
siehe auch:
Eines der ersten Projekte des Vereins war die finanzielle Unterstützung einer Gesundheitseinrichtung auf der Insel N. Kudafari. Insgesamt 5871EUR konnten gespendet werden, welche hauptsächlich der Notfallversorgung zugute kamen.
Nachdem hier schon die Notfallversorgung für Opfer der Tsunami-katastrophe unterstützt wurde, ging es nun darum, auf der Insel N. Kudafari eine "Hospital-Station" aufzubauen. Da es auf vielen kleineren Atollen meistens nur einen Arzt gibt, ist eine Direktversorgung in Notfällen oft nicht möglich. Die Patienten müssen dann in eine der Kliniken der Hauptstadt Malè transportiert werden, was Kraft und Zeit kostet und damit lebensbedrohlich sein kann. Die "Hospital-Station" soll helfen, in Notfällen Soforthilfe vor Ort zu garantieren. Malediven-Hilfe e.V. unterstützte dieses Vorhaben zu 100% mit insgesamt 6319 USD.
Hier unterstützte der Verein eine Schule auf der Insel Thimarafushi (Thaa-Atoll) mit insgesamt 5800 EUR. Diese wurden zur Finanzierung von Computern (incl. Zubehör) eingesetzt, welche explizit nur den Schülern zur Verfügung stehen sollen. Es ist ein kleiner Beitrag zur Verbesserung der schulischen Bildung, da sich den Schülern die bis dahin nicht vorhandene Möglichkeit ergibt, den Umgang mit Computern zu erlernen.
In Zusammenarbeit mit dem Nicolaus-Cusanus-Gymnasium in Bergisch-Gladbach, welches einen finanziellen Beitrag spendete, konnte der Wiederaufbau der Schule Haa Alif Atoll Vashafaru School direkt unterstützt werden. Diese wurde nach dem Tsunami stark in Mitleidenschaft gezogen: neben Schäden am Gebäude wurden auch Einrichtung und Lehrmittel weitgehend zerstört.